Mythos oder Fakt? Wir haben 7 Fakten übers Fliegen für Sie zusammengestellt

1. Kapitän und Copilot bekommen verschiedene Mahlzeiten

Sie fragen sich jedes mal wieder, ob es stimmt, dass Kapitän und Copilot auf einem Flug unterschiedliche Mahlzeiten erhalten? Das Rätselraten hat nun ein Ende. Das nächste mal, wenn die Flugbegleiter auf Ihrem Flug das Essen verteilen, wissen Sie bescheid. Es ist in der Tat so, dass der Flugkapitän und Copilot unterschiedliche Mahlzeiten erhalten. Hintergrund ist der, dass die Airline vermeiden möchte, dass beide Piloten gleichzeitig außer Gefecht sind wegen eventueller Lebensmittelvergiftungen oder ähnlichem. Vorschrift ist es allerdings nicht, sondern eher eine Empfehlung. Bei einigen Airlines gibt es deshalb unterschiedliche Essenspausen statt verschiedener Gerichte. Einer der Piloten ist also Vorkoster und kann den anderen vorwarnen.

2. Babys auf dem Schoß während des Flugs unsicher

Die gute Nachricht ist, häufig können Babys auf dem Schoß der Eltern kostenlos mitfliegen. Das kann im Familienurlaub schon mal den einen oder anderen Euro sparen. Die schlechte Nachricht ist jedoch, dass diese Art des Reisens für Babys sehr unsicher ist. Kommt es zu starken Turbulenzen auf dem Flug, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass das Baby nicht mehr rechtzeitig festgehalten werden kann und durch das Flugzeug geschleudert wird.

Auf der anderen Seite sind die Sitzgurte auch nicht auf die Größe eines Babys ausgelegt und daher auch kein 100%iger Schutz. Daher informieren Sie sich vor Ihrem Flug mit Baby, damit alle heil am Ziel ankommen. Bei einigen Airlines ist auf dem Schoß mitfliegen zwar erlaubt, aber es muss ein Flugticket gekauft bzw. eine Art Bearbeitungsgebühr für das Baby bezahlt werden. Das ist in der Regel günstiger als ein Flugticket für Erwachsene und berechtigt bei einer Flugverspätung auch das Baby zu einer Entschädigungszahlung.

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3. Flugzeug stürzt nicht ab, wenn ein Triebwerk ausfällt

Sie können durchatmen. In der Regel sind Passagierflugzeuge mit zwei Triebwerken ausgestattet, wenn nicht sogar mehr, wie beispielsweise der Airbus A380. Experten bestätigen, dass Flugzeuge auch dann weiterfliegen und sogar noch heil landen können, selbst wenn ein Triebwerk ausgefallen ist. Das aktive Triebwerk und weitere Systeme können dabei einen Weiterflug ohne Schräglage sicherstellen. Trotzdem sollte das Flugzeug zeitnah landen, denn durch den erhöhten Widerstand wird mehr Kerosin verbraucht und die Reichweite sinkt.

Anders sieht es aus, wenn das ganze Triebwerk explodiert. Herumfliegende Teile könnten das Flugzeug beschädigen und zu schlimmeren Schäden führen. Hier auf dem Flug AF66 von Air France von X nach Y ist zum Glück nichts schlimmeres passiert.

4. Unhygienisch

Wer liebt es nicht: Morgens im Flugzeug eine Tasse Kaffee auf dem Klapptisch, um richtig wach zu werden und in den Tag zu starten. Nach dieser Info sind Sie garantiert wach, und das ohne Kaffee.

Das Wasser für Heißgetränke, wie Kaffee oder Tee kommt nämlich nicht aus Flaschen, sondern aus Wassertanks, die im Flugzeug verbaut sind. Da die Reinigung dieser Tanks allerdings ziemlich aufwendig ist, wird sie dementsprechend selten durchgeführt. Das macht die Wassertanks zum perfekten Urlaubsziel für Bakterien. Beim nächsten Flug also vielleicht lieber auf Getränke aus geschlossenen Flaschen umsteigen.

Nicht zu kompliziert, aber zu Zeitaufwändig ist die Reinigung der Klapptische im Flugzeug nach jedem Flug. Deshalb auch hier aufpassen, wie intensiven Kontakt Sie mit dem Klapptisch auf Ihrem Platz haben. Im Zweifel einmal selbst mit dem Desinfektionstuch drüber gehen oder nach Gebrauch die Hände gut waschen.

 

5. Leichen/Organe fliegen mit

Der Name John Doe ist Ihnen sicherlich ein Begriff, aber kennen Sie auch Jim Wilson? Wenn Sie schon auf einem Inlandsflug mit American Airlines waren, kann es gut sein, dass er mit Ihnen geflogen ist. Jedoch nicht im Sitz neben Ihnen, sondern in der Horizontalen. Piloten der amerikanischen Airline nutzen diesen Code für Leichen, die auf dem Flug mit transportiert werden. Warum Jim Wilson? Der Hersteller der Särge heißt so.

Nicht selten ist es, dass Leichen auf Linienflügen transportiert werden, ohne dass Passagiere davon überhaupt etwas mitbekommen. Die offizielle Bezeichnung der IATA und ICAO ist allerdings hum und steht für human remains (menschliche Überreste). Ein weiterer nett klingender Code ist Hugo, was für human gone steht. Klingt auch besser als “der Tote” oder “die Leiche”, oder?

Neben Hugos werden aber auch immer mal wieder Spenderorgane auf einem Linienflug transportiert, um andere Leben zu retten. Der wohl bekannteste Fall ereignete sich 2018 als auf einem Flug von Southwest Airlines, als vergessen wurde ein Spenderherz auszuladen. Die Maschine hob in Seattle ab und drehte auf dem Weg nach Dallas nach einstündigem Flug wieder um, um das Herz abzuliefern und ein Leben zu retten.

6. Flug von West nach Ost schneller

Was mit dem Fahrrad klappt, funktioniert auch beim Flugzeug. Naja zumindest, die Sache mit dem Rückenwind. In der Luftfahrt wird der Rückenwind allerdings Jetstream genannt. Diese sogenannten Jetstream sind starke Höhenwinde und können 200 km/h bis 500 km/h schnell sein. Diese Geschwindigkeiten können Flugzeuge auf ihrer Reise nutzen und somit Zeit und Kerosin einsparen. Besonders Flüge auf der Route von Nordamerika nach Europa können von den Jetstreams profitieren und werden deshalb regelmäßig angepasst, um den Rückenwind zu nutzen.

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7. Streik = Extraurlaub?

Streiks in der Luftfahrtbranche waren in den vergangenen Monaten häufig an der Tagesordnung. Mal war es von der Fluggesellschaft unabhängiges Personal, wie Sicherheitskräfte oder die Mitarbeiter der Gepäckabfertigung und andere Male Flugbegleiter oder Piloten. Ist die Streikzeit eines Piloten nun Extraurlaub, wenn er sich im Ausland befindet? Das kommt ganz auf die Situation drauf an. Befindet sich das Personal der Airline im Ausland während in Deutschland gestreikt wird, kann es sein, dass das ausländische Recht entgegen dem deutschen Recht steht. In diesem Fall können sich die Piloten dem Streik erst anschließen, wenn sie wieder in Deutschland sind.

Um zu vermeiden, dass alle verfügbaren Piloten in Deutschland sind und am Streik teilnehmen, bekommen sie oftmals die Anweisung im Ausland zu bleiben. Dann können sie nach Beendigung des Streiks den Flugbetrieb sofort wieder aufnehmen. Durch die Anweisung des Arbeitgebers, also der Airline, kann diese Zeit als Extraurlaub angesehen werden.

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