Flug aufgrund von Nebel verspätet

Warum gibt es bei Nebel so viele Verspätungen? Flugzeuge sind doch heute fast vollständig computergesteuert, oder?

In den letzten Wochen ist wieder einige Male passiert. Insbesondere im Norden von Deutschland, hat dichter Nebel in den Morgenstunden den Flugverkehr gelähmt. Die eingehenden Flüge müssen in größeren Abständen landen, und die Abflüge zu anderen Flughäfen müssen warten. Das Ergebnis ist ein Domino-Effekt mit verspäteten Passagieren in ganz Europa, und das nur durch Nebel an einigen wenigen Flughäfen.

Heutzutage sind Flugzeuge durch moderne Technik fast vollständig computergesteuert . Wie kann also Nebel noch ein solches Chaos verursachen? Im Falle von schlechten Wetterbedingungen, wie dichtem Nebel, verlassen sich die Piloten in den großen Passagierflugzeugen vollständig auf das „Instrument Landing System" oder ILS. Wenn das ILS aktiv ist, stützt sich die Steuerung der Landung vollständig auf die elektronischen Signale des Flugzeugs und vom Boden. Damit diese Signale so „klar“ wie möglich sind, und sich der Pilot vollständig auf diese verlassen kann, darf kein anderes Flugzeug in der Nähe oder auf der Landebahn sein. Um Risiken zu beseitigen, ist die Lande- und Startkapazität der Flughäfen daher bei Landungen mit dem ILS-System gegenüber Normalbedingungen reduziert.

Leider führen schlechte Wetterbedingungen, wie dichter Nebel,  oftmals zu großen Verspätungen und Annullierungen. Da die Airlines allerdings in diesem Falle keine Schuld an den Problemen trifft, schließt die EU-Gesetzgebung keine Entschädigungsansprüche bei solchen Wetterbedingungen ein, und führt diese in der Liste der 'außergewöhnlichen Umstände'.