Regierung und Lufthansa einigen sich auf Rettungspaket

Letztes Update: am 2. Juni 2020

Endlich steht der Deal um die Staatshilfen für Lufthansa. Der Staat nimmt 9 Milliarden Euro in die Hand, um den Kranich wieder fliegen zu lassen. Nach monatelangen Verhandlungen möchte die Bundesregierung die größte deutsche Fluggesellschaft mit dem milliardenschweren Rettungspaket finanziell unterstützen. Laut  Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) ginge es darum, dass Deutschlands führende Position auf den Weltmärkten in der zivilen Luftfahrt gewahrt bliebe und darum, dass ein gesundes Unternehmen, das nur aufgrund der Corona-Pandemie in Schieflage gekommen sei auch erhalten bleiben könne.

Im Austausch gegen die Staatshilfen erhält der Staat 20 % der Aktien mit der Zusatzoption, weitere 5 % plus eine Aktie zu erwerben. In diesem Fall hätte die Bundesregierung eine Sperrminorität. Gewerkschaften bemängeln jedoch, dass Arbeitsplatzsicherheit in dem Milliardendeal scheinbar keine große Rolle spielt. Aus dem operativen Geschäft wolle sich die Regierung jedoch heraushalten. So wird seitens der Regierung beispielsweise keine Reduzierung von Kurzstreckenflüge gefordert.

 

Die EU-Komission stimmte diesen Bedingungen jedoch zunächst nicht zu. Stattdessen forderte sie, dass die größte deutsche Fluggesellschaft auf Slots in Frankfurt und München verzichten muss. 24 Start- und Landerechte sollen an diverse Mitbewerber abgegeben werden.