Entschädigung auch bei verspätetem Anschlussflug

17. Juli 2019

Dank dem EuGH (Europäischen Gerichtshof) wurden die Rechte von Flugreisenden erneut gestärkt. Mit dem Urteil haben Reisende nun auch ein Recht auf Entschädigung bei verspäteten oder annullierten Anschlussflügen, welche nicht in einem Mitgliedstaat gestartet sind. 

Die Fluggastrechteverordnung 261/2004 garantiert Reisenden, die unter erheblich verspäteten oder annullierten Flügen leiden mussten, den Anspruch auf Entschädigung von bis zu 600 € pro Passagier. Auch bei verpassten Anschlussflügen haben Reisende ein Recht auf Entschädigung von der Airline, welche den Problemflug (verspätet oder annulliert) ausgeführt hat und somit dafür verantwortlich war, dass Anschlussflüge verpasst wurden. Bisher bestand in diesem speziellen Fall jedoch noch nur ein Recht auf Entschädigung, sollte der besagte Flug in einem Mitgliedstaat gestartet sein oder von einer Airline mit Sitz in der europäischen Union ausgeführt worden sein. In einem aktuellen Fall konkretisiert der EuGH die Richtlinien im Bereich von Umsteigeverbindungen und stärkt somit die Fluggastrechte. 

 

Verspätung erst durch den Anschlussflug

Im genannten Fall ereignete sich folgender Vorfall. Eine Gruppe von elf Reisenden buchten über die tschechische Airline Czech Airlines einen Flug von Prag über Abu Dhabi nach Bangkok. Das erste Flugsegment von Prag nach Abu Dhabi sollte hierbei von der tschechischen Fluggesellschaft ausgeführt werden und das zweite von Abu Dhabi nach Bangkok über Codesharing mit der arabischen Airline Etihad Airways. Der erste Flug von Prag nach Abu Dhabi erfolgte hierbei noch ohne Probleme auch der Anschlussflug konnte ohne Schwierigkeiten erreicht werden, dieser war jedoch schlussendlich verspätet. Der zweite Flug von Abu Dhabi nach Bangkok mit Etihad Airways startete bereits mit erheblicher Verspätung, was dazu führte, dass die Reisegruppe ihr Ziel mit einer endgültigen Verspätung von mehr als vier Stunden erreichten. 

Bisher war ein solcher Fall eher schwierig und meist hatten die Passagiere keinen Anspruch auf eine Entschädigung, da der Flug weder in einem Mitgliedstaat startete, noch von einer europäischen Airline ausgeführt wurde. Jedoch entschied der EuGH nun, dass in Fällen, wie diesem, der Flug als eine Einheit gesehen werden muss, da trotz des Umstiegs die Flüge in einer Buchung zusammengefügt sind und somit auch als solches von den Kunden*innen gekauft wurde.



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Auswirkung auf die Fluggastrechte

Durch das Urteil wurden somit die Fluggastrechte gestärkt und die Reisenden haben auch Anspruch auf Entschädigung bei Anschlussflügen, die nicht in der EU starten oder von europäischen Airlines ausgeführt wurden. Wichtig ist allein, dass es sich bei der Reise, egal aus wievielen Flugsegmenten sie zusammengesetzt ist, um eine Buchungseinheit handelt. 

Im oben genannten Fall ist nun aber nicht Etihad Airways sondern Czech Airlines für die Zahlung der Entschädigung verantwortlich, da die tschechische Airline für die Fehler ihres Codeharepartnes verantwortlich ist. 

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