Automatische Ausgleichszahlung - Bald Realität oder Wunschdenken?

Rund zwei Drittel der Passagiere, die von Flugverspätungen oder annullierten Flügen betroffen sind, wissen nicht, welche Rechte sie in solchen Fällen haben. Dies zeigt eine Befragung des EU-Rechnungshofs über die EU-Passagierrechte. Als Folge dessen fordert der Rechnungshof nun eine massive Änderung des Forderungsprozesses für Ausgleichszahlungen.

Zu hoher Aufwand für Verbraucher

Quelle: https://www.eca.europa.eu/Lists/ECADocuments/SR18_30/SR_PASSENGER_RIGHTS_DE.pdf

Neben der EU Institution deutet der Ministerpräsident des Saarlands in einem entsprechenden Antrag daraufhin, dass die Forderung “mit einem unangemessenen Verwaltungs- und Rechercheaufwand” verbunden sei.

Beide Einrichtungen fordern demnach eine erhebliche Verbesserung der Informationspflicht und wollen die Regelungen im Umgang mit den Fluggesellschaften deutlich verschärfen. Ein Teil dieser Forderung ist ein automatisiertes Auszahlungsverfahren, in welchem die betroffenen Passagiere die Ausgleichszahlung nicht länger beantragen müssen, sondern im Falle einer Unregelmäßigkeit direkt ausbezahlt bekommen. Darüber hinaus sieht der Vorschlag vor mehr Transparenz zu schaffen, dadurch dass Fluggesellschaften innerhalb von 48 Stunden die Gründe für die aufgetretenen Flugprobleme kommunizieren sollen.

Skepsis an Planungen

Nicht verwunderlich ist, dass bei diesem Thema Kritik aus der Luftfahrtbranche laut wird. Der deutsche Luftfahrtverband BDL ist demnach klar gegen die vorgetragenen Vorschläge. Laut einer Sprecherin sei in der Regel eine Einzelfallprüfung der aufgetretenen Umstände nötig, sodass nicht pauschal für jede Verspätung oder Annullierung die Auszahlung genehmigt werden könne.

Auch der Sprecher des Fluggastrechteportals Aviclaim, Remco Kuilman sieht die Pläne mit Skepsis und schwer realisierbar. “Leider ist es nach wie vor der Fall, dass sich die Fluggesellschaften vor Ihrer Pflicht drücken möchten und Schlupflöcher suchen, um Ausgleichszahlungen zu vermeiden. Als Begründung für Flugausfälle und -verspätungen werden insbesondere gegenüber privaten Verbrauchern häufig einfach dieselben Gründe angegeben. Genau wegen dieser anhaltenden Diskussionen über die Gründe wird es schwierig, die Fluggesellschaften dazu zu verpflichten, ihre Fehler ohne weiteres zuzugeben und dafür die Rechnung zu tragen.”

Selbst Experten auf dem Gebiet der Fluggastrechteverordnung wie Aviclaim und ähnliche Portale müssen regelmäßig den Gang vors Gericht antreten, um die Ausgleichszahlungen für ihre Mandanten einzuklagen.

“Nicht selten ist es so, dass die Forderung einer Ausgleichszahlung viel Geduld und juristisches Wissen benötigt. Private Verbraucher sind einerseits oftmals nicht ausreichend informiert und haben andererseits nicht die Ressourcen zur Verfügung. Deshalb haben wir als Aviclaim uns darauf spezialisiert, diese betroffenen Personen über ihre Rechte zu informieren und juristische Unterstützung anzubieten.”

Ob und wann solch eine geforderte Regelung eingeführt wird, bleibt also weiterhin offen. Bis dahin helfen Unternehmen wie Aviclaim von Flugproblemen betroffenen Passagieren dabei, ihre Rechte durchzusetzen.

 

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