Eurowings-Langstrecken künftig auch von Frankfurt

6. März 2019

Trotz oder vielleicht gerade wegen vieler Schwierigkeiten bei Eurowings in 2018 und auch zu Beginn diesen Jahres entscheidet sich die Lufthansa, die Tochtergesellschaft zum Hauptsitz nach Frankfurt zu holen. Künftig wird die Billigairline nun Langstreckenflüge von Frankfurt aus anbieten, zur großen Sorge von Condor.

Ab kommenden Winter werden Langstreckenflüge von Eurowings nicht nur in München und Düsseldorf, sondern auch in der hessischen Hauptstadt angeboten. So werden demnächst vier Langstreckenflugzeuge am Hauptsitz des Mutterkonzerns Lufthansa zum Einsatz kommen. Wichtig hierfür ist vor allem die Zusammenarbeit mit SunExpress Deutschland, deren Typ A330-Maschinen zum Einsatz kommen werden. Eurowings-CEO Thorsten Dirks setzt einige Hoffnungen in die gemeinsame Stationierung von Lufthansa und Eurowings in Frankfurt. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, mit denen das volle Potential der wachsenden Tourismusbranche augeschöpft werden kann.

Lufthansa und Eurowings werden am neuen Standort aktiv und vielseitig zusammenarbeiten, so soll es beispielsweise für Passagiere von Eurowings möglich sein, Zubringerflüge als Lufthansa-Verbindung zu buchen.
Mit Mauritius, Barbados und Windhoek wurden die ersten großen Langstreckenziele bereits bekannt gegeben, weitere sollen noch folgen.

Veränderungen auch am Standort München

Auch in der bayerischen Landeshauptstadt soll sich wieder mehr auf die Langstreckenpräsenz konzentriert werden, obwohl Eurowings noch im vergangenen Jahr das Angebot an Langstreckenflügen in München verringert hatte.
Vor allem Reisende mit dem Ziel Bangkok sollen zukünftig von einer täglichen Bangkok-Rotation profitieren. Durch Codesharing-Flüge mit Lufthansa soll diese Langstrecke bereits im Winter erfolgreich durchgeführt werden. Bald soll diese Strecke durch weitere Angebote ergänzt werden und Eurowings, entgegen der ursprünglichen Pläne, auch in München mit Langstreckenflügen aktiv sein.

Konkurrenzkampf mit Condor

Vor allem Condor wird die Entscheidung von Eurowings, künftig Langstreckenflüge in Frankfurt anzubieten, hart treffen. Nachdem die Airline erst kürzlich zum Verkauf angeboten wurde, muss sie sich nun auch einem neuen Konkurrenten am Flughafen in Frankfurt stellen.
Sowohl Barbados als auch Mauritius sind ebenfalls Ziele von Condor. Mit Bekanntgabe der Langstrecken-Routen, die Eurowings anbieten möchte (zu denen auch Barbados und Mauritius gehören), scheint der Konkurrenzkampf entfacht zu sein. Lufthansa vermittelt den Eindruck, zum Angriff gegen die ehemalige Ferienflugtochter bereit zu sein.

Durchaus Verbesserungspotential bei Eurowings

Bei all den großen Plänen, die der Mutterkonzern für Eurowings vorsieht, sollten die aktuellen Probleme jedoch nicht außer Acht gelassen werden. Das Jahr 2018 war für die gesamte Luftfahrtbranche keine Glanzleistung. Deutsche Airlines wurden auf Grund dessen von einer regelrechten Prozessflut überrollt. Vor allem Eurowings verzeichnete besonders viele gestrichene Flüge oder Flugverspätungen. Nun scheint sich das Spektakel zu wiederholen. Auf Langstreckenrouten der Billigairline kam es wieder gehäuft zu Verspätungen oder Annullierungen. Das führte dazu, dass die SunExpress-Maschinen Airbus A330 (D-AXGA und D-AXGC), die für Eurowings fliegen, es zwischen dem 1. und dem 4. März kein einziges Mal pünktlich auf den Boden schafften. So kam es zwischen Düsseldorf und der Karibik zu erheblichen Verspätungen und Ausfällen, sodass Passagiere teilweise bis zu zwei Tage verspätet an ihrem Ziel ankamen.

In Düsseldorf soll künftig Brussels Airlines als Partner von Eurowings agieren. Deren Flüge sind bis zum jetzigen Zeitpunkt zumindest pünktlich, im Gegensatz zu SunExpress.

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