Airlines von Prozessflut überrollt

28. Februar 2019

Das Jahr 2018 stellt mit 29.000 gestrichenen und 8.600 verspäteten Flügen einen Rekord auf. Besonders die deutsche Airline Eurowings musste sich vielen Klagen von verärgerten Fluggästen stellen.

Passagiere, die mit europäischen Airlines fliegen oder deren Abflugflughafen sich in der EU befand, genießen einen besonderen Schutz durch die EU-Verordnung 261/2004. Diese räumt den Fluggästen im Falle von Flugverspätungen von über drei Stunden, AnnullierungenNichtbeförderung oder verpassten Anschlussflügen viele Rechte ein. So können bis zu 600 € Entschädigung pro Person gefordert werden.

Zunehmend mehr EU-Bürger scheinen sich ihrer Rechte bewusst zu sein, was zu einer regelrechten Klagewelle in 2018 in Deutschland führte. Mit im Schnitt über 100 Verspätungen und Flugausfällen pro Tag mussten die Airlines nicht nur sehr viel Kritik einstecken, sondern werden nun auch reichlich zur Kasse gebeten.
Allein im Zeitraum von Januar bis September 2018 waren die Airlines den ca. 2,8 Millionen betroffenen Passagieren bereits rund 823 Millionen Euro schuldig.

 

12.000 Klagen gegen Airlines in Düsseldorf

Die Konsequenzen der vielen Verspätungen und Annullierungen konzentrieren sich vor allem auf das Amtsgericht in Düsseldorf. Hier hat die Billigairline Eurowings, Tochtergesellschaft der großen deutschen Lufthansa, ihren Sitz.
Beide Airlines haben mit Sicherheit 2018 einige Passagiere gegen sich aufgebracht. Lufthansa verzeichnete 12.000 gestrichene und 1040 verspätete Flüge und Eurowings scheint sich mit 5.200 gestrichenen und 1.400 verspäteten Flügen ein Beispiel am Mutterkonzern genommen zu haben.
Die Zahl der zivilrechtlichen Klagen bezüglich Fluggastentschädigungen in Düsseldorf hat sich somit von 5000 Fällen in 2017 auf 12.000 Fälle in 2018 mehr als verdoppelt.

Das Amtsgericht in Nürtingen, in dessen Zuständigkeitsbereich der Flughafen Stuttgart liegt, berichtet über 2.735 solcher Klagen.
Auch das Amtsgericht Köln bestätigte einen deutlichen Anstieg der Gerichtsfälle gegen Airlines, veröffentlichte jedoch keine genauen Zahlen dazu.

 

Außergewöhnliche Umstände als Rechtfertigung

Aber nicht nur in Düsseldorf, sondern bundesweit gab es zehntausende Beschwerden in Hinsicht auf Flugreisen seitens Bürger in 2018. Im Allgemeinen scheint dieses Jahr die Fluggesellschaften hart getroffen zu haben.

Die meisten Airlines versuchen die Verspätungen und Ausfälle mit außergewöhnlichen Umständen, wie Fluglotsenstreiks oder Unwetter rechtzufertigen und sind in den meisten Fällen nicht bereit die Entschädigungen zu bezahlen. Auch wenn sich die Zahlungsbereitschaft der Airlines sicher auch unterscheidet, versuchen sie jedoch häufig sich aus der Affäre zu ziehen.

Für diese Fälle kann Aviclaim helfen Ihre Rechte einzufordern.

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