Luftfahrtbranche bleibt auch 2019 chaotisch

11. März 2019

Bereits 2018 war für die gesamte Luftfahrtbranche ein absolutes Chaos. Zu viele Flüge waren verspätet oder wurden annulliert und viele frustrierte Passagiere mussten darunter leiden. Schlechte Nachrichten für Reisende, denn auch die Aussichten für 2019 sind nicht unbedingt rosig.

Reiseveranstalter und Airlines befürchten, dass sich das Flugchaos von 2018 wiederholen wird und auch 2019 wieder mit vielen Flugverspätungen und Annullierungen zu rechnen ist. Im vergangenen Jahr wurden bereits 29.000 gestrichene und 8.600 verspätete Flüge verzeichnet, was zu einer regelrechten Klagewelle gegen die Airlines in Deutschland führte.
Ganz vorne mit dabei waren hier die Billigairline Eurowings und der Mutterkonzern Lufthansa.

Brexitauswirkungen für Flugverkehr unvorhersehbar

Im noch sehr jungen 2019 musste die Luftfahrtbranche bereits stark einstecken. Mit den Pleiten von Germania und Flybmi wurden schon jetzt viele Passagiere enttäuscht und um ihr Geld und einen schönen Urlaub gebracht.

Die Insolvenzen kosteten zudem nicht nur sehr viele Arbeitsplätze, sondern verursachen vor allem für kleinere Flughäfen große Probleme.

Was in 2019 außerdem nicht außer Acht gelassen werden darf, ist der anstehende Brexit und die daraus resultierenden Schwierigkeiten. Ende März kann es zu Turbulenzen oder gar einem Stillstand des Flugbetriebes in Großbritannien kommen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch unsicher, wie sich der Brexit auf die Luftfahrt auswirken wird. Das Vereinigte Königreich muss ein neues Open-Skies-Abkommen mit der EU verhandeln oder, falls möglich, das bestehende beibehalten. Ansonsten verlieren sie das Recht zwischen zwei EU-Staaten zu fliegen.

Die beliebte irische Billigairline Ryanair hat bereits reagiert und eine “Brexit-Klausel” in ihren Geschäftsbedingungen verankert. Durch diese Anpassung ist es ihnen möglich, Flüge wegen regulatorischer Schwierigkeiten zu streichen, ohne, dass Passagiere dagegen klagen können. Europäische Gesetze und damit die Verordnung (EG) 261/2004 stehen jedoch über Ryanairs Geschäftsbedingungen, weshalb trotzdem ein Recht auf Entschädigungszahlungen für Passagiere besteht.

Keine sonnigen Aussichten für Sommer 2019

Ab April 2019 startet mit dem Sommerflugplan wieder die Hauptsaison der Airlines. Gemeinsam mit Passagierzahlen und angebotenen Flügen steigt dann auch wieder die Spannung. Werden Eurowings und co. es dieses Jahr besser machen?
Das Hauptproblem ist immer noch, dass unentwegt mehr Menschen reisen möchten, aber es häufig an Fachpersonal und Infrastruktur an den Flughäfen mangelt.

Lufthansa Chef Spohr plädiert bereits jetzt für mehr Regularien, die das Wachstum abschwächen sollen. Gefordert wird eine Anpassung der Anzahl von Starts und Landungen an großen Flughäfen. Sollte das Bundesverkehrsministerium dieser Forderung nachkommen, profitiert jedoch hauptsächlich Lufthansa davon. Luftfahrt-Experten vermuten, dass die größte europäische Airline Konkurrenten den Marktzugang somit erschweren möchten, da bereits ausreichend Flüge von Lufthansa operiert werden und eine Deckelung der Starts und Landungen nicht wirklich Einfluss auf die deutsche Fluggesellschaft hätte.
Natürlich versuchen die Airlines zu verhindern, dass es erneut zu Turbulenzen kommt. Sowohl Lufthansa als auch Tuifly setzen z.B. auf Ersatzmaschinen, die im Notfall fliegen sollen. Condor investierte ebenfalls in mehr Flugzeuge und Personal am Boden.

Trotzalledem sind auch dieses Jahr wieder Streiks und Kapazitätsprobleme bei Flugsicherung oder Flughäfen zu erwarten.

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