Ryanair zum Zweiten



11.09.2018: Nach einem turbulenten August für Ryanair sorgt die irische Fluglinie nun erneut für Aufsehen

Zuletzt gelang Ryanair in die Schlagzeilen für die geänderten Richtlinien zur Mitnahme von Handgepäck. Diese besagen nun, dass jeder Passagier, der kein Priority Boarding gebucht hat, nur noch einen kleinen Rucksack oder eine Handtasche mit in die Kabine nehmen darf. Was also tun mit dem kleinen Koffer, der bisher als Handgepäck ebenfalls mit auf die Reise gekommen ist? Dieser kann neuerdings nur noch gegen eine Gebühr von 6€ mit an Bord genommen werden. Als Alternative wird die Mitnahme im Laderaum angeboten, die bei Buchung für 8€ dazu gebucht werden kann.

Doch nicht nur die kostenlose Mitnahme von Handgepäck wurde gestrichen, sondern durch einen erneuten Streik voraussichtlich auch wieder eine Vielzahl von Ryanair-Flügen. Bereits am 10. August haben die Piloten der Billigfluglinie aus den Niederlanden, Belgien, Schweden und Deutschland ihre Arbeit für bessere Arbeitsbedingungen niedergelegt. Betroffen waren von dieser Aktion rund 400 Flüge und mehr als 50.000 Passagiere.

Der zweite Streich

Für kommenden Mittwoch, den 12. September 2018 hat die Vereinigung Cockpit gemeinsam mit ver.di zu einem weiteren Streik aufgerufen. Neben den Piloten sollen dabei auch die Flugbegleiter ihre Arbeit für 24 Stunden ab Mittwoch, 12. September, um 3.01 Uhr einstellen. Dies wird unweigerlich wieder für eine Vielzahl an ausgefallenen Flügen sorgen, wodurch Flugreisende Gefahr laufen an ihren derzeitigen Orten festzustecken. Bereits jetzt hat Ryanair 150 von 400 Flügen von und nach Deutschland annulliert.

Innerhalb von 5 Wochen also werden die in Deutschland stationierten Ryanair Piloten ihre Arbeit erneut niederlegen. Grund dafür sind nach wie vor die stockenden Verhandlungen am Tariftisch und die begrenzte Kooperation der Fluggesellschaft, die bisher lediglich Entgeltangebote vorgelegt hat, die laut der Gewerkschaften indiskutabel seien.

Ryanair fliegt in Deutschland unter anderem von Hamburg, Berlin, Nürnberg, Stuttgart und Köln. Viele dieser Flüge werden in der Folge des Streiks verspätet sein oder komplett ausfallen.

Was sollten Sie tun?

Ryanair muss Sie rechtzeitig darüber informieren, wenn Ihr Flug aufgrund eines Streiks verspätet oder storniert ist. Wenn Sie noch nichts von Ryanair gehört haben, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Flug vorerst fortgesetzt wird. Wenn der Flug storniert wird, haben Sie Anspruch auf einen alternativen Flug. Wenn dies für Sie nicht gewünscht ist, können Sie eine Erstattung der Ticketkosten verlangen

Durch die kurzfristige Ankündigung des Streiks (10.09.18) kann Ryanair die Flüge nicht rechtzeitig stornieren, sodass Sie ebenfalls Anspruch auf Entschädigung haben.

Was sind Ihre Rechte?

Zusätzlich zum Umbuchungs- oder Rückerstattungsrecht haben Sie, als betroffener Passagier, Anspruch auf Entschädigung, wenn Ihr Flug innerhalb von 14 Tagen vor Reiseantritt storniert wird.

Basierend auf der Flugstrecke ergeben sich folgende Entschädigungen:

  • Für Flüge bis 1500 Kilometer haben Sie Anspruch auf 250,00 € pro Passagier!
  • Bei Flügen zwischen 1500 und 3500 Kilometern haben Sie Anspruch auf 400,00 € pro Passagier!
  • Für Flüge von mehr als 3500 Kilometern (außerhalb der EU) haben Sie Anspruch auf 600,00 € pro Passagier!


Wir helfen Passagieren gerne bei der Entschädigung durch den Streik. Recht zu haben und es durchzusetzen sind leider verschiedene Dinge.

Vorläufig lehnt Ryanair alle Ansprüche wegen Streiks ab, weil sie der Ansicht sind, dass es sich um einen außergewöhnlichen Umstand handelt, sodass kein Anspruch auf Entschädigung besteht. Wir werden dafür ein Gerichtsverfahren einleiten, um die Entschädigung durchzusetzen.

 

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