Ryanair vor Aufstieg zum vorbildlichen Arbeitgeber?

Die Nachricht der Einigung zwischen der Vereinigung Cockpit (VC) und Ryanair auf Eckpunkte eines Tarifvertrags für deutsche Piloten der irischen Fluggesellschaft sorgt für Erleichterung auf gleich mehreren Ebenen. Ganz vorn voran natürlich die betroffenen Piloten, die von dem noch zu schließenden Vertrag profitieren werden. Daneben können auch diejenigen aufatmen, die in der nächsten Zeit eine Reise mit Ryanair gebucht haben, denn Streiks aufgrund der Tarifverhandlungen wird es vorerst nicht geben. Bis Ende März 2019 sei demnach eine Friedenspflicht während der Verhandlungen zwischen den Parteien geschlossen worden. Danach könne wieder gestreikt werden, sollte keine endgültige Einigung oder weiterführende Vereinbarungen getroffen werden. 

Deutsches Arbeitsrecht und mehr Gehalt

Der Streit zwischen der Gewerkschaft und des irischen Billigfliegers zog sich nun mehr seit Beginn des Jahres und eskalierte in den vergangenen Monaten in mehreren Streiks. Die nun erzielte grundsätzliche Einigung auf Eckpunkte eines Tarifvertrags umfasst unter anderem Arbeits- und Vergütungsbedingungen sowie Pläne für einen Sozialplan und eine Personalvertretung. Die erste Hälfte der Vereinbarungen soll demnach bis Ende Februar 2019 in einem bindenen Vertrag festgehalten werden, wobei die Einigungen über den Sozialplan und die Personalvertretung bis Ende März 2019 unterzeichnet werden sollen. 

Als Teil der Vergütungsbedingungen ist eine Änderung des bisherigen Vergütungsmodells vorgesehen. Bisher bestand ein Großteil des Gehalts aus einem variablen Anteil, der das Gesamtgehalt der Piloten deutlich beeinflusste und einem geringen Grundgehalt. Diese Praxis soll mit dem zukünftigen Tarifvertrag ein Ende finde und die Grundgehälter deutlich erhöhen. Ein wichtiger Punkt, der den Piloten mehr Sicherheit geben wird und faire Arbeitsbedingungen in Krankheitsfällen bedeutet. Darüber hinaus ist geplant Arbeitsverträge auf deutsches Arbeitsrecht umzustellen und anschließend auch deutsches Steuerrecht anzuwenden, was aufgrund der niedrigeren Steuersätze in Deutschland ein höheres Nettogehalt der Piloten nach sich zieht. 

Wer profitiert noch?

Die in Deutschland stationierten Piloten von Ryanair werden mit Abschluss der Tarifverträge deutlich profitieren - man könnte sagen, aufgrund der bisherigen Arbeitsbedigungen, es beginnt ein neues Zeitalter für sie. 

Doch bis die Tinte nicht trocken ist bzw. noch nicht einmal das Papier berührt hat, profitieren die Kunden von Ryanair. Sie können sich sicher sein, dass bis zum Ende der Verhandlungen keine arbeitskampfbedingten Streiks mehr von den deutschen Ryanair-Piloten durchgeführt werden. Gerade jetzt im Dezember zur Weihnachtszeit und um den Jahreswechsel herum eine sehr gute Nachricht. Ist diese Zeit doch sehr beliebt, um entfernt wohnende Familie und Freunde zu besuchen oder Silvester an einem anderen Ort zu feiern. Die Weihnachtsferien sind also gerettet! Ausgefallene Flüge aufgrund von Streik wird es in naher Zukunft vorerst nicht geben. 

Und was ist mit Ryanair? Auch Ryanair kann von einem Abschluss eines Tarifvertrags mit der Vereinigung Cockpit profitieren. Durch das Aussetzen von Streiks kann der Flugplan, bis auf die gewohnten Flugverspätungen, wie vorgesehen durchgeführt werden und somit eine Menge Arbeit und Geld gespart werden. Außerdem kann sich durch Zuverlässigkeit und gute Arbeitsbedingungen des eigenen Personal das Image des Billigfliegers erholen und eventuell verärgerte Kunden zurückgewinnen. Aber auch für zukünftige Mitarbeiter wird Ryanair somit wieder ein interessanter Arbeitgeber und kann sich vom Ruf des schwarzen Schafs der Luftfahrtbranche loseisen. 

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