August und September 2019: erneut Streiks bei Ryanair

Update 19. August 2019

Auch in diesem Sommer bleiben die Kunden der irischen Fluggesellschaft Ryanair nicht verschont. Erneut drohen die britischen Piloten*innen und das spanische Flugpersonal mit Streik für August und September 2019. 

Hauptgrund für die erneuten Streiks sind die fehlenden Tarifverträge bei der Billigairline. Seit 2017 warten die Arbeitnehmer*innen auf einen neuen Tarifvorschlag. Zudem sind in etwa 50 Prozent der Flugzeugcrew über Zeitarbeitsfirmen angestellt und erhalten dementsprechend nur 20 bezahlte Urlaubstage pro Jahr, sowie keine Lohnfortzahlung im Falle von Krankheit. Das Arbeitsverhältnis zwischen der Billigairline Ryanair und seinen Angestellten*innen lässt sich insgesamt nicht gerade als das beste beschreiben. So wird der Kabinenbesatzung zum Beispiel nur die reine Flugzeit bezahlt, nicht jedoch die Warte- und Standzeiten an den Flughäfen oder die Vor- bzw. Nachbereitung der Flugzeugkabine. Den Piloten*innen von Ryanair wird regelmäßig mit Kündigung gedroht, sollten sie einen Versuch starten, sich an Arbeitnehmervertretungen zu wenden. Aus diesen Gründen sehen die Piloten*innen sowie der Rest der Crew keine andere Alternative, als durch Streiks Druck auf Ryanair auszuüben. So werden im Vereinigten Königreich stationierte Piloten am 22. August und am 23. August sowie vom 2. bis zum 4. September die Arbeit niederlegen. Dies wird erneut zu vielen gestrichenen Flügen im Sommer 2019 führen. 

Auch zwischen den deutschen Piloten und Ryanair kriselt es erneut. So wurde sich hier zwar auf einige Eckpunkte geeinigt, die Versprechen wurden jedoch bis dato nicht umgesetzt. 

Die spanischen Kabinenbesatzungsmitglieder waren aus einem anderen Grund im Streik. Die Standorte auf den Kanarischen Inseln werden geschlossen und vielleicht auch die in Girona. Die Termine für diesen Streik, der für September geplant ist, sind:
1, 2, 6, 8, 13, 15, 20, 22, 27 and 28 September. 

Ryanair weist darauf hin, dass die Schließung dieser Stützpunkte notwendig ist, da die Expansionspläne durch die Brexit-Probleme und die Situation rund um die Boeing 737 Max hinfällig geworden sind.  Aufgrund des Flugverbots der Boeing 737 Max werden die neue bestellten Flugzeuge nicht mehr ausgeliefert, infolgedessen wird Ryanair bald über einen Überschuss von rund 500 Piloten und Kabinenpersonal verfügen. 

 

Ihre Rechte bei Streiks

Auch wenn die Airlines, ganz vorne mit dabei natürlich Ryanair, Streiks stets als außergewöhnliche Umstände bezeichnen, kann dies jedoch nicht verallgemeinert werden. Jeder Streik-Fall muss einzeln betrachtet und bewertet werden. Jedoch lässt sich anhand neuester Urteile sagen, dass ein Streik des eigenen Personals einer Airline nicht als außergewöhnlicher Umstand gilt. 

Egal, wie es auch kommen wird, halten wir Sie auf dem Laufenden. Sollten Sie von Flugausfällen betroffen sein, helfen wir Ihnen gerne dabei, Ihr Recht auf Entschädigung durchzusetzen - egal bei welcher Airline! Gerne informieren wir Sie auch über Ihre Rechte bei Streiks.

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