Urteil gegen Lufthansa: Streik kein außergewöhnlicher Umstand

11. Juli 2019

Durch ein Urteil des Landgerichts Frankfurt werden die Rechte von Flugreisenden erneut gestärkt. Laut diesem Urteil muss die Lufthansa Ihre Passagiere, die von Flugausfällen wegen eines Streiks betroffen waren, entschädigen. Das Landgericht Frankfurt erklärte in einer öffentlichen Sitzung, dass ein Streik des eigenen Personals kein außergewöhnlicher Umstand ist.

Bei Flugausfällen oder Verspätungen auf Grund eines Streiks verweisen die Airlines auf außergewöhnliche Umstände und verweigern somit die Entschädigungszahlungen. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, sind die Airlines nicht zur Zahlung verpflichtet und können für Situationen, auf welche sie keinen Einfluss haben, nicht belangt werden.

Im aktuellen Fall liegt jedoch ein Streik des eigenen Personals der deutschen Lufthansa vor und laut des Landgerichts Frankfurt ist dies durchaus ein Umstand, den die Airline steuern kann und welchen sie vielleicht sogar selbst herbeigeführt hat. 
In der Argumentation bezieht sich das LG Frankfurt unter anderem auch auf ein Urteil des EuGH (europäischer Gerichtshof), aus dem hervorgeht, dass bereits die “wilden Streiks” von TUIFly im Jahr 2016 keinen außergewöhnlichen Umstand darstellen. Die TUIFly MitarbeiterInnen erschienen damals in großer Zahl nicht zur Arbeit und meldeten sich krank, da eine Aufkündigung des Tarifvertrages und eine Umstrukturierung des Unternehmens angekündigt wurden. 

Das Urteil des LG Frankfurt stärkt erneut die Rechte von Flugreisenden und könnte nun auch dazu führen, dass auch Kunden von Ryanair, welche von Streiks im vergangenen Jahr betroffen waren, endlich ihre rechtmäßige Entschädigung erhalten. 
Streiks sind im Generellen immer einzelfallabhängig, jede Forderung muss separat betrachtet werden, informieren Sie sich zu Ihren Rechten bei Streiks

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